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10. Etappe: Von Gernsheim am Rhein nach Weinheim 
Freitag,  den  10.09.2010  ca.  29 km

06.oo Uhr aufstehen.  
07.oo Uhr Frühstück.
08.oo Uhr Abmarsch

Das Frühstück, am heutigen Morgen, entwickelt sich ganz anders, als ich es am gestrigen Abend noch gedacht hatte.

Der Hausherr, ein 76 Jahre alter Bäcker u. Konditor, der am Tag meiner Ankunft, zu meinem dafürhalten etwas ruppig und sehr kurz angebunden war, wurde auf einmal sehr umgänglich und gesprächig. Nachdem ich gefrühstückt hatte, suchte er das Gespräch mit mir und fragte mich, über mein Vorhaben aus. Er erzählte mir dabei, auch seine Lebensgeschichte und wie er zum Bäcker wurde, obwohl er lieber Musik studiert hätte. Das seine Frau, vor 13 Jahren an Krebs verstorben sei und er seit dieser Zeit alleine lebe. Seine drei Kinder seien aus dem Haus und in andere Städte gezogen. Er müsse nun weiter die Bäckerei betreiben, da er keinen Nachfolger habe und ein Käufer für dieses Anwesen, sei schwer zu finden.

Ich erzählte ihm, dass ich seit ein paar Jahren große Wanderungen unternehme und wie ich zur ersten Wanderung, auf dem Camino, im Jahre 2007 gekommen bin. Meine Romwanderung interessiert ihn sehr, da er bereits in den 50er Jahren, zur Zeit Pius XII, einmal in Rom war. Ich merke dabei, dass er sehr alleine ist und froh ist, sich unterhalten und reden zu können. Darum bleibe ich noch etwas bei ihm und lasse ihn reden. Dann setzt er sich an sein schneeweißes Klavier und spielt mir einige Lieder vor. So bekomme ich, am frühen Morgen, schon ein Ständchen, mit auf meinem Weg.

So ziehe ich eben erst gegen 08.oo Uhr, aber bei Sonnenschein, los. Ich halte mich an die Wegbeschreibung, die der Bäcker mir erklärt hatte und wandere nun in Richtung Hähnlein. Ich entferne mich jetzt wieder vom Rhein. In Hähnlein mache ich, in einer Eisdiele, eine Pause und esse ein Eis. Dann ziehe ich weiter, Richtung Zwingenberg. Hinter Hähnlein gehe ich rechts, an einem Bach entlang, bis zu einer Brücke, über diesen Bach, auf der ich zur anderen Seite des Baches wechsele. Weiter geht es und wieder am Bach entlang. Der Weg endet jedoch abrupt vor einer Autobahn. Ich gehe die Böschung hoch, bis auf die Autobahn. Da hier, die sich direkt anschließende Ausfahrt, der Autobahn, neu gemacht wird, kann ich durch die Absperrung, der Baustelle, bis zu einer Brücke gehen und dann die seitliche Treppe, an der Brücke, zum Aufstieg, auf die Brücke benutzen. Ich überquere die Brücke, nach links und gelange so, nach Zwingenberg. Dann wende ich mich nach rechts und gehe, über die Landstraße, nach Bensheim. Am Bahnhof, in Bensheim, mache ich Rast. Dann geht es weiter, an der B3 entlang, nach Heppenheim. Es geht weiter, über Laudenbach, Hemsburg und Sulzbach, nach Weinheim. Über Weinheim thronen zwei schöne Burgen. Ich muss aber noch an der B3 entlang, bis fast an das Ende der Stadt laufen. Dann überquere ich, auf einer Fußgängerbrücke, die Bahngleise und gehe dann gerade aus weiter, bis zur Jugendherberge.

In der Jugendherberge bin ich zunächst noch alleine. Nach meinen täglichen Verrichtungen, besorge ich mir zu erst, etwas zu essen. - In der Jugendherberge gibt es nichts zum Abendessen, da ich alleine bin.  -  Mein Zimmer ist ein Vierbettzimmer, welsches durch ein Badezimmer, mit dem Nebenzimmer verbunden ist.  -   Ich gehe also zum nächsten Supermarkt einkaufen. Als ich zurück komme, ist eine Baseballmannschaft eingezogen und lärmt durch das Haus. Sie waren, in meiner Abwesenheit, auch in meinem Zimmer, welches ich zum Bad hin, nicht abgeschlossen hatte.

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Ich zog also heute Morgen, gegen 08.oo Uhr, bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen  los und marschierte, durch schöne Dörfer und Städte. Links von mir, türmten sich die Berge auf, die auf den Gipfeln, von alten Burgen beherrscht werden. Recht zogen sich parallel,  in einiger Entfernung, die Bahnschienen dahin und in weiter Ferne, konnte man den Rhein nur noch erahnen. So erreichte ich, gegen 17.15 Uhr und nach 29 km die „Jugendherberge Weinheim“.-  Mein heutiges Etappenziel.

 

11.Etappe-von Weinheim nach Leimen am 11.09.2010 ca. 28 km

 

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