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14. Etappe: Von Heilbronn nach Murrhardt   
Dienstag, den  14.09.2010  ca. 34 km

06.oo Uhr aufstehen.  
ohne Frühstück.
06.45 Uhr Abmarsch

Heute muss ich leider ohne Frühstück los ziehen. Das Wetter ist kühl und der Himmel bewölkt. Vom Hotel aus, gehe ich gleich links, dann weiter durch die Stadt und schließlich aus der Stadt hinaus. Es beginnt schon, noch innerhalb der Stadt, ein heftiger Anstieg, der sich bis Weinsberg, noch sehr lange hinzieht.

In Weinsberg verläuft die B39 durch einen Tunnel, durch den ich aber, als Fußgänger, nicht hindurch kann. Ich muss also rechts, um den Berg herum, nach Obersulm. Hier mache ich, am Marktplatz, in einem Cafe, meine wohlverdiente Frühstückspause. Der Ort ist schön gestaltet und lädt zum Verweilen ein. Doch ich muss bald weiter ziehen, in Richtung Löwenstein. Wieder geht es sehr heftig, über eine Serpentine, hinaus nach Löwenstein. Auch in Löwenstein, geht es immer weiter bergauf.  -  Es ist ein richtiges Bergdorf.  -  Ich gehe dann, auf einer Landstraße weiter und erreiche eine Klinik, die am höchsten Punkt erbaut ist.

Ab hier geht es endlich nur noch bergab und ich komme durch Neulautern. Am Ende des Dorfes treffe ich auf eine Gaststätte. Leider geschlossen.  -  Sie öffnet erst ab 17.oo Uhr. Mir kommt plötzlich, ein kleiner Hund entgegen und begrüßt mich freundlich. Auf dem Parkplatz, der zum Lokal gehört, ist gerade jemand dabei, mit einem Kehrgerät, den Platz zu fegen. Es stellt sich gleich heraus, dass es der Wirt ist, der den Platz reinigt, da hier am Wochenende Weinfest ist und dort ein Zelt aufgebaut werden soll. Ich frage den Wirt, ob er mir eine Flasche Wasser verkaufen kann. Nachdem ich die Flasche dann ausgetrunken habe, schenkt er sie mir.  -  Da er meine Gitarre sieht, erzählt er mir, dass er selber „Steirische Harmonika“ spielt und immer, am 3. Wochenende des Monats, an dem Freitag, in seinem Lokal Musikantentreffen sei. Es kämen oft 20 – 30 Musiker, mit den unterschiedlichsten Instrumenten vorbei. Es gäbe aber auch Tage, dann wären nur 2 oder 3 dort. Es sei aber immer sehr schön.  -  Er fragt mich auch gleich, ob ich nicht Zeit hätte und bis Freitag bleiben wolle.  -  Dann erzählt er mir noch, dass sein Hund eifersüchtig sei und glaube, er würde mit einem anderen Tier  (Kehrmaschine)  über den Parkplatz gehen und deshalb versuche er immer auszubüchsen.  -  Er ist auch tatsächlich wieder auf Achse und der Wirt muss ihm, ein ganzes Stück, die Straße runter, hinterher laufen und zurück holen.

Ich gehe dann weiter.  -  Mein Weg führt mich an der Lauter entlang, so heißt der Bach hier, der bei Sulzbach in die Murr fließt.  -  Ich gehe hier, auf der sogenannten Idyllischen Straße“,die sich auch sehr schön, durch dieses Tal, dahin zieht. Unterwegs treffe ich auf eine Schafherde und komme bald nach Spiegelberg und weiter, dem Tal und dem Bach folgend, komme ich nach Lautern. Es geht weiter, nach Sulzbach und Bartenbach, um dann nach Murrhardt, an der Murr zu gelangen.

Zunächst suche ich hier erst mal, die Jugendherberge auf. Hier bekomme ich ein Zimmer und gehe dann später, in die schöne Altstadt, von Murrhardt, zum Abendessen.

Die Jugendherberge liegt etwas außerhalb der Stadt und ist nach einem kurzen Anstieg, zu erreichen. Der Herbergsleiter ist froh, dass ich dort bin und er sich etwas mit mir unterhalten kann. Er ist passionierter Biker und macht große Touren, mit seiner Maschine.

Von Heilbronn bin ich heute, bei kühlen Temperaturen und bewölkten Himmel, los gezogen.  Das Wetter änderte sich erst gegen Abend. Über Tag regnete es schon mal leicht, was nicht störend war, sondern sogar noch erfrischte. Ich zog durch landschaftlich schönes Gebiet und über teilweise schon heftiger werdende Berge und Hügel.

Unterwegs, wie jeden Tag, wurde ich mehrmals von Leuten angesprochen.  -  Man sieht mir ja an, dass ich kein Sonntagswanderer bin, sondern schon längere Zeit, auf der Walz bin.  

Das war auch mal eine Frage unterwegs:  -  „Sind Sie auf der Walz?“  -  Ich verweise dann auf mein Alter und dass ich dafür schon etwas zu spät dran bin.  -  Einige die mich ansprechen, sagen dann, nachdem ich über mein Vorhaben und das, was ich schon unternommen habe, erzählt habe:  „Das würde ich auch mal gerne tun.“  - 

Darauf kann ich jedem nur sagen: „Wenn man das will und der Kopf das entscheidet, dann soll man nicht lange zögern oder hinaus schieben, sondern wie es so schön, in einem Volkslied heißt: „Das Ränzlein schnüren und mit dem Stab in der Hand“,los marschieren.  -  Es könnte sonst sein, dass man irgendwann bereut, es nicht gemacht zu haben.

So treffe ich immer wieder nette Menschen, die sich gerne mit einem Wanderer unterhalten.

Einer, der sprang mal plötzlich vom Fahrrad, weil er mich zu spät gesehen hatte und konnte sich gerade noch, vor einem Sturz, und einem Zusammenstoß mit einem Straßenschild retten.

Ich erreiche also, nach ca. 27 km  die  „Jugendherberge Murrhardt “  an der Murr.

 

15.Etappe-von Murrhardt nach Lorch am 15.09.2010 ca. 35 km

 

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