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23. Etappe: Von Hohenfurch nach Bayersoien 
Donnerstag,  den  23.09.2010  ca. 23 km

06.oo Uhr aufstehen.  
06.3o Uhr Frühstück.
07.oo Uhr Abmarsch

Nach wie vor, muss ich mir meine Zehen verbinden. Am linken Fuß, ist der Nagel schon ab. Aber am rechten Fuß, hängt er noch, an einer Ecke fest und das schmerzt, wenn ich da ran komme. Da ich aber meine Sandalen trage, habe ich beim Gehen keine Schmerzen.  -  Wenn ich mein Ziel erreicht habe, gehe ich, in Oberammergau, zum Arzt und lasse mir den Nagel, vom rechten dicken Zeh, abziehen.   -   So lange muss es so weiter gehen.  

So ziehe ich schon sehr früh, am Morgen, los.   -   Ich sehe aber zu, dass ich direkt wieder, von der B17 weg komme, denn der Verkehr, der hier an mir vorbei rollt, ist mörderisch.

Gegen 08.oo Uhr habe ich Schongau erreicht.  -  Schongau hat eine schöne Altstadt, die oberhalb der Neu-Stadt liegt.  -  Dann geht es weiter, nach Peiting.  -   In Peiting muss ich auf die B23 wechseln. Zur Sicherheit, frage ich aber, einen Taxifahrer, nach dem Weg. Er erklärt mir, wie ich gehen soll und dass ich nicht, über die B23,den Berg hinauf, sondern auf einem Waldweg, noch oben wandern soll.   -   Der Waldweg, der sehr steil sei, beginne an einer Alm, die ich leicht erkennen würde.  -  Dann fragt er mich, nach meinem Vorhaben.  Nachdem ich ihm, von meinen bisherigen Wanderungen erzählt habe, fragt er mich: „Sag einmal,  -  wie kommt man auf die Idee, zu Fuß, aus der Nähe von Köln, im Rheinland, nach Oberammergau zu laufen?“  -  Haha, -  da war sie wieder, die Frage, die ich ihm dann beantwortete  -  und zwar so:
„Wir wollen zu den Passionsspielen.   -  Wir haben aber nur ein kleines Auto, einen „Smart“.  -  Da passen nur 2 Personen rein.  -  Meine Frau und meine Tochter, sind mit dem Auto unterwegs und ich musste, als Dritter, weil kein Platz im Auto ist, zu Fuß laufen.“   -   Da geht dem Bayer aber fast der Gamsbart, vom Hut, fliegen und sagt:   „Jo mei, -  des ist richtig!  -  Die  „Weiberleit“  fahren und der „Olde“ muss laufen“.  -  Das kam so lustig aus ihm heraus, dass ich mich nicht mehr beherrschen konnte und anfing zu lachen.   -  Dann hatte er es auch geschnallt und sagte:   Du verdammter Saupreis!   -   Host mi pflanzt wie?“ und fiel selber, vor lachen, fast aus seinem Taxi.

So wandere ich dann weiter und erreiche bald die beschriebene Alm. -  Hier lege ich noch einmal eine Pause ein und mache mich dann an den Aufstieg.  -  Die ersten 500 m sind schon sehr heftig, dann wird es aber flacher und nun führt mich der Weg, wieder zurück, zur B23. Er verläuft dann, parallel dazu, weiter. - So komme ich bald, an einem Parkplatz der B23 vorbei und sehe dort, einen BMW mit Dürener Kennzeichen.  -  Ich freue mich schon, Leute aus der Heimat zu treffen. Es ist aber nur ein Leihwagen und die Leute verstehen mein Platt gar nicht.

Ich ziehe dann weiter und erreiche bald Rottenbuch. Etwas hinter dem Ort, komme zur weitestgespannten Melan-Brücke (Spannbeton Bogenbrücke) der Welt. Sie wurde in schwindelnder Höhe, im Jahre 1929, über die Ammer gebaut.  -  An einem Kiosk, der hier steht, trinke ich 2 Cola und passiere dann diese Brücke. -  Dann geht es direkt rechts hinunter und immer an der Ammer entlang, an verschiedenen Höfen vorbei, in Richtung Bayersoien.

Durch Wiesen und auf Wirtschaftswegen, erreiche ich Bayersoien. Unterwegs halten drei Radfahrer an und sprechen mit mir.   -   Einem der Radfahrer, stach meine Jakobsmuschel ins Auge.  -  Er war selbst einmal, mit dem Fahrrad, den Jakobsweg gefahren.  -  Auch hier brachte ich meine schöne Geschichte, mit dem kleinen Auto an.  -  Es gab wieder viel Gelächter.

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Dann ging ich wieder weiter und erreichte, gegen 15.3o Uhr, nach 23 km das „Gästehaus Fischer am See“.  - Hier hatte mir das Fremdenverkehrsbüro ein Zimmer besorgt. -  Nachdem ich zuvor, vergeblich versucht hatte, im Dorf ein Zimmer zu finden, habe ich mich dann an das Fremdenverkehrsamt gewandt.   -  Mit Erfolg!  -  Alle Hotels, Gasthöfe und Pensionen waren, wegen der Passionsspiele, bereits von Reiseunternehmen belegt.

 

24.Etappe-von Bayersoien nach Oberammergau am 24.09.2010 ca. 19 km

 

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